Naturlexikon

Weiden

Wer früh blüht, gilt als Vorbote des Frühlings 

Seidige und silbergraue „Kätzchenpracht“ der Weide                                                Foto: C.Zweifel
Seidige und silbergraue „Kätzchenpracht“ der Weide Foto: C.Zweifel

Diesen Titel können nicht alle Pflanzen tragen, die Weide (Salix spp.) aber ganz bestimmt. Bei uns im Glarnerland kommen bis zu 20 Weidearten vor: Die Salweide (Salix caprea), die Silberweide (Salix alba) oder die alpine Krautweide (Salix herbacea) um nur wenige zu nennen.

 
Die frühblühenden Weidesträucher findet man vor allem am Laufe der Linth oder an anderen Bachufern. Neben bis zu 10m hohen Bäumen kommen in den Bergen Weidesträucher vor, die dem Erdboden entlang wachsen, also nur wenige Zentimeter hoch werden.

 
Sicher kennen sie die Weidekätzchen, die zuerst ganz seidigen, silbergrauen, eiförmigen Gebilde. Ebenso weich wie Kätzchen anzufühlen sitzen sie auch wie diese auf den Ästen. Während der Blütezeit ist die Weide nicht nur für das Auge wunderschön, sondern auch für die Bienen, welche die Weiden zahlreich umschwärmen. Weil erst sehr wenige Pflanzen blühen, sind die Bienen auf diese Nahrungsquelle, den reichlichen Blütenhonig, angewiesen. Deshalb sollte man von der frühlingshaften „Kätzchenpracht“ nicht zu viele mit nach Hause nehmen.


Die Weiden sind sehr vielfältige Pflanzen. Wegen ihrer guten Bewurzelungseigenschaft und den geringen Ansprüchen an den Boden, werden sie gerne als Erosionsschutz verwendet. In der Medizin und der Heilkunde wird die Rinde der Weide genutzt um Fieber zu senken und Schmerzen zu lindern. Früher wurde das Holz der Weiden, da es sehr biegsam ist, zum Flechten von Körben eingesetzt. Zum Leidwesen aller Allergiker kann die Weide im Frühling auch sehr unangenehm werden.

 

Text: Peter Zimmermann, Naturforschende Gesellschaft Glarus, und Claudia Zweifel, Naturzentrum Glarnerland

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