Naturlexikon

Schmalblättrige Wasserpest (Elodea nuttallii) und Kanadische Wasserpest (Elodea canadensis)

Foto © Christian Fischer / Wikimedia Commons
Foto © Christian Fischer / Wikimedia Commons

Die Schmalblättrige und die Kanadische Wasserpest gehören zu den invasiven

Neophyten (gebietsfremde Problempflanzen). Die aus Nordamerika stammenden

Wasserpflanzen wachsen in stehenden Gewässern, wo sie die Wasserflächen rasch überwuchern. Dadurch verdrängen sie einheimische Wasserpflanzen. Bereits aus einem kleinen Spross- oder Pflanzenteil kann einen neue Pflanze heran wachsen.

 

Steckbrief

Die beiden Arten sehen sich sehr ähnlich: Untergetauchte Wasserpflanzen mit bis 3 m langen, dünnen Stängeln. Gleichmässig beblättert. Blätter ganzrandig, sitzend, bilden 3-zählige Quirle, ungefähr 1 cm lang, hellgrün (E. nuttallii) resp. dunkelgrün (E. canadensis).

 

Für eine ausführliche Beschreibung beachten Sie das Merkblatt „Wasserpest“ von Info Flora.

 

Situation im Glarnerland

Im Obersee (Näfels) und im Jennyweiher (Niederurnen) stark verbreitet. Es ist

damit zu rechnen, dass bereits weitere Glarner Gewässer besiedelt sind.

 

Vorgehen bei der Bekämpfung

Die Wasserpest kann an den heutigen Standorten nicht bekämpft werden. Ziel ist es, die Ausbreitung auf andere Gewässer zu verhindert. Für Fischer gelten deshalb folgende Regeln:

  • Sämtliche Gerätschaften (Feumer, Haken, Löffel, Wobbler, Eimer etc.) sowie Watstiefel inkl. Sohlen müssen vollständig von Pflanzenresten befreit werden, bevor sie an einem anderen Gewässer wieder eingesetzt werden.
  • Die Reinigung sollte direkt nach Gebrauch vor Ort am Gewässer erfolgen, damit die Pflanzenreste nicht über die Kanalisation oder andere Wege verbreitet werden.
  • Sämtliche gefangenen Fische nur tot mitnehmen, damit keine Pflanzenteile mit dem Hälterungswasser verschleppt werden.

Diese Regeln sollten bei sämtlichen stehenden Gewässern im Glarnerland angewendet werden.

 

Melden

Melden Sie uns Funde von invasiven Neophyten.

Die Gemeinden planen die Bekämpfung invasiver Neophyten mit Hilfe des GeoPortals des Kantons Glarus. Auf dieser Plattform sehen Sie, ob der von ihnen entdeckte Fundort bereits bekannt ist: GeoPortal: Thema wählen => Natur- & Umweltschutz => Invasive Neophyten

 

Weitere Informationen

  • Auf unserer Website finden Sie weitere Informationen zu invasiven Neophyten und deren Bekämpfung.
  • Ein Merkblatt zu invasiven Neophyten im Kanton Glarus liegt im Naturzentrum auf.
  • Informationen über das Vorkommen invasiver Neophyten im Glarnerland finden Sie auf dem GeoPortal: Thema wählen => Natur- & Umweltschutz => Invasive Neophyten

 

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen haben!

 

Text: Naturzentrum Glarnerland, aktualisiert 22.05.2017

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