Naturlexikon

Turmfalke

Turmfalke ( Foto:Sven Richter. pixelio.de )
Turmfalke ( Foto:Sven Richter. pixelio.de )

Der Turmfalke fühlt sich heimisch im Glarnerland

 

Der Turmfalke kommt im ganzen Glarnerland vor. Vor allem in höheren Lagen - namentlich bei der oberen Waldgrenze - ist er der häufigste Raubvogel. Leider leidet aber auch diese Art wegen der Klimaveränderung. In den letzten Jahren ereigneten sich jeweils Ende Juli anfangs August viele Schlagwetter. Das ist genau die Zeit, wo die flüggen Jungfalken ihre Eltern verlassen haben, aber noch nicht genug Erfahrung bei der Jagd auf Mäuse und Käfer haben. Nach einigen Tagen mit schweren Niederschlägen müssen oft ausgehungerte und durchnässte Jungtiere eingefangen werden. Leider wird aber nur ein verschwindend kleiner Teil dieser Jungvögel aufgefunden und gepflegt. Falken gewöhnen sich schnell an Menschen und fressen bereits nach zwei bis drei Tagen aus der Hand. Carlo und Elsbeth Wetli aus Mollis haben grosse Erfahrung in der Pflege von verletzten oder eben ausgehungerten Greifvögeln. Im Sommer 2004 mussten Sie gleich fünf juvenile Turmfalken aufpäppeln. Alle fünf konnten nach der Pflege durch die beiden Profis wieder ausgewildert werden. Die meisten Jungtiere gingen sonst in solchen Situationen zu Grunde. Im Jahr 2007 musste Jakob Marti vom Glarner Natur- und Vogelschutzverein einen signifikanten Rückgang bei den Turmfalken beobachten.

 
Ein Porträt des Turmfalken mit detaillierten Informationen finden Sie auf der Homepage der Vogelwarte Sempach.

 

Text: Roland Meier, Präsident Glarner Natur- und Vogelschutzverein

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