Naturlexikon

Ringelnatter im Kanton Glarus

Ringelnattern sind scheue Tiere und flüchten meistens schnell. Nur selten kann man sie so schön beobachten (Foto: T. Reich).
Ringelnattern sind scheue Tiere und flüchten meistens schnell. Nur selten kann man sie so schön beobachten (Foto: T. Reich).

Erkennungsmerkmale

 

Mit Längen bis zu über einem Meter ist die Ringelnatter die grösste der drei Glarner Schlangenarten. Meistens bleibt sie aber kleiner. Ein gutes Erkennungsmerkmal sind die hellen Flecken am Nacken, die aber auch fehlen können. Wenn im Glarnerland eine Schlange ins Wasser flüchtet, ist es höchstwahrscheinlich eine Ringelnatter.

Lebensraum und Verbreitung

 

Die Ringelnatter ernährt sich hauptsächlich von Amphibien. Deshalb hält sie sich bevorzugt in der Nähe von Gewässern auf, wo es viele Frösche, Kröten und Molche gibt. Das Walenseeufer, Weiher und Gartenteiche, aber auch natürliche Flüsse und Bachufer sind gute Lebensräume. Besonders im Berggebiet findet man die Schlange aber auch weitab von Gewässern. Die Hauptverbreitung der Ringelnatter liegt im Talgrund zwischen Bilten und Schwanden. Aus dem hinteren Linth-Tal sind keine verlässlichen Funde bekannt, obwohl die Art dort eigentlich zu erwarten wäre.

Die Ufer von Gewässern mit grossen Amphibienbeständen und Versteckmöglichkeiten sind gute Ringelnatter-Lebensräume, wie hier in Niederurnen (Foto: T. Reich).
Die Ufer von Gewässern mit grossen Amphibienbeständen und Versteckmöglichkeiten sind gute Ringelnatter-Lebensräume, wie hier in Niederurnen (Foto: T. Reich).

Besonderheiten

 

Gefährdung und Schutz:

In der Roten Liste ist die Ringelnatter als „verletzlich“ eingestuft. Auch im Kanton Glarus hat der Siedlungsdruck im Talgrund negative Auswirkungen auf die Populationen. Neben besonnten Eiablageplätzen ist diese scheue Schlange besonders auf reiche Amphibienbestände angewiesen. Um die harmlose Ringelnatter zu fördern, bietet sich die Anlage von Weihern an, am besten im Übergangsbereich vom Wald zum Kulturland oder in der Nähe von Hecken. Laub- oder Schnittguthaufen an sonniger Lage sind optimale Plätze für die Eiablage.

Weitere Informationen

 

- Reptilien im Kanton Glarus

- Steckbrief Ringelnatter (karch)

Beobachtungsaufruf 2008 des Naturzentrum Glarnerland 

- Die Ringelnatter im Kanton St. Gallen

 

Haben Sie eine Ringelnatter beobachtet oder fotografiert? Dann melden Sie Ihren Fund bitte an das Naturzentrum Glarnerland (Kontakt). Vielen Dank!

 

Bei Fragen stehen Ihnen der Karch-Vertreter im Kanton Glarus oder das Naturzentrum Glarnerland (Kontakt) gerne zur Verfügung:

 

Karch-Vertreter Kt. Glarus:

Thomas Reich

Im Dettenbühl 1

CH-8907 Wettswil

079 789 87 34

t.reich(at)gmx.ch

 

Text und Fotos: Thomas Reich, Karch-Vertreter Kt. Glarus, 2017

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