Naturlexikon

Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum)

Foto © Erwin Jörg / neophyt.ch
Foto © Erwin Jörg / neophyt.ch

Der Riesen-Bärenklau gehört zu den sechshäufigsten invasiven Neophyten (gebietsfremde Problempflanzen) im Glarnerland. Die aus dem Kaukasus stammende Pflanze wurde im 19. Jahrhundert als Zierpflanze und Bienenweide in Europa eingeführt, wo sie sich rasch verbreitete. Gedeiht auf frischen, nährstoffreichen Standorten von der Ebene bis ins Gebirge; in Gärten, an Ruderalstellen, Weg- und Strassenrändern sowie im Uferbereich von Gewässern. Das Berühren der Pflanze unter Sonneneinstrahlung kann zu schweren Hautverbrennungen führen!

 

Der Riesen-Bärenklau gehört gemäss Freisetzungsverordnung zu den verbotenen invasiven Neophyten.

 

Steckbrief

Bis über 3 m hohe Staude. Stängel am Grunde bis über 10 cm dick. Blätter bis über 1m gross und tief 3- oder 5-teilig. Blütendolden mit weissen oder gelbgrünen Blüten und einem Durchmesser bis 50 cm. Blütezeit von Juli bis September.

 

Für eine ausführliche Beschreibung beachten Sie das Merkblatt „Riesen-Bärenklau“ von Info Flora.

 

Situation im Glarnerland

Häufig in der Nähe von Bächen sowie verschleppt auf Deponien. Kommt bis Linthal und auch Braunwald vor. Bisher auf dem Kerenzerberg nicht entdeckt.

 

Vorgehen bei der Bekämpfung

Achtung: Das Berühren der Pflanze führt zusammen mit Sonnenlicht zu schweren Hautverbrennungen! Bei der Bekämpfung unbedingt Handschuhe, langärmelige Kleidung und Augenschutz tragen!

Blütenstand vor der Samenbildung zusammen mit den anderen Pflanzenteilen bis ca. 15 cm über dem Boden abschneiden. Anschliessend unbedingt den Wurzelstock in mindestens 20 cm Tiefe durchschneiden, damit er nicht mehr austreiben kann. Die Pflanze (alle Teile) anschliessend zur Entsorgung in einem Kehrichtsack oder in einem der grünen Neophytensäcke (gratis erhältlich im Naturzentrum und bei den Gemeinden) der Kehrichtabfuhr mitgeben. Nicht liegen lassen und nie in den Kompost oder die Grünabfuhr geben!

 

Beachten Sie auch die allgemeinen Ratschläge zur Bekämpfung von invasiven Neophyten.

 

Melden

Melden Sie uns Funde vom Riesen-Bärenklau und anderen invasiven Neophyten.

Die Gemeinden planen die Bekämpfung invasiver Neophyten mit Hilfe des GeoPortals des Kantons Glarus. Auf dieser Plattform sehen Sie, ob der von ihnen entdeckte Fundort bereits bekannt ist: GeoPortal: Thema wählen => Natur- & Umweltschutz => Invasive Neophyten

 

Weitere Informationen

  • Auf unserer Website finden Sie weitere Informationen zu invasiven Neophyten und deren Bekämpfung.
  • Ein Merkblatt zu invasiven Neophyten im Kanton Glarus liegt im Naturzentrum auf.
  • Informationen über das Vorkommen invasiver Neophyten im Glarnerland finden Sie auf dem GeoPortal: Thema wählen => Natur- & Umweltschutz => Invasive Neophyten

 

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen haben!

 

Text: Naturzentrum Glarnerland, aktualisiert 22.05.2017

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