Naturlexikon

Kornelkirsche

Das grosse Erwachen der Kornelkirsche

Foto C.Zweifel
Foto C.Zweifel

Kaum erstrahlen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen hinter den Glarner Bergen und zwitschern die prächtigen Kleinvögel von den Bäumen, schon blühen die Kornelkirschen. Die strahlend goldgelben Blüten sind Vorboten des Frühlings.

 

Haben Sie das Vergnügen und in Ihrem Garten blüht gerade eine Kornelkirsche? Oder können Sie den wunderschönen Frühblüher beim Spaziergang durchs Dorf entdecken? Jetzt, zu Beginn des Frühlings können sie die goldgelbe Pracht der Kornelkirschen kaum übersehen.
Der ostmediterrane Strauch kann einige Meter hoch werden und fühlt sich seit hunderten von Jahren auch im Glarnerland wohl. Die Blätter, welche dunkelgrün und eiförmig werden, treiben erst nach der Blütenpracht. Im Spätsommer reifen die roten Früchte, die Kirschen, heran.


Trotz des Wortes „Kirsche“ ist die Kornelkirsche nicht mit den Kirschen (Rosengewächsen) verwandt, sondern mit den Hartriegelgewächsen. Die Kornelkirsche ist eine Wildfrucht, das heisst die Früchte werden nicht kultiviert.

Man schätzt den grossen Strauch nicht nur anlässlich seines Zierwertes, sondern auch wegen seiner grossen Bedeutung für die heimische Tierwelt. Wird die Kornelkirsche auch deshalb vielleicht Tiärlibaum genannt? Als früher Blüher ist die Kornelkirsche wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Schmetterlinge. Der Nektar und die Pollen werden auch gerne von Fliegen und einigen Käferarten getrunken respektive verspeist. Und die Blätter und Triebe werden gerne von Rehen gefressen. Die Früchte dienen als Nahrung für Insekten und Vögel wie Kleiber und Kernbeisser sowie für Säugetiere wie die Haselmaus.

 

Wer beispielsweise am Kantonsspital Glarus vorbeispaziert, kann dort den Frühblüher bestaunen. Der Strauch fühlt sich in fast allen Gärten wohl und lässt sich leicht pflanzen und pflegen. Die Früchte der Kornelkirsche reifen erst Ende August. Wenn sie dunkel- bis schwarzrot sind kann man sie gut essen oder zu Gelee und Likör verarbeiten.

 

Text: Claudia Zweifel, Naturzentrum Glarnerland

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