Naturlexikon

Hirschzunge

Die Hirschzunge lässt ihre Sporen fliegen

Unterseite eines Hirschzungenfarnwedels mit den in Streifen angeordneten Sporenbehältern.             (Bild Barbara Zweifel-Schielly)
Unterseite eines Hirschzungenfarnwedels mit den in Streifen angeordneten Sporenbehältern. (Bild Barbara Zweifel-Schielly)

Die gesamtschweizerisch geschützte Hirschzunge ist ein immergrüner Farn, der seinen Namen wegen seinen ganzrandigen, zungenförmigen Blättern trägt. Durch die Blätterform ist er leicht von anderen Farnen zu unterscheiden, welche meist ein- bis mehrfach gefiederte Blätter aufweisen. Im Glarnerland, wie auch andernorts in der Schweiz, können Sie den typischen Schluchtenbewohner vorwiegend in Bergahornwäldern auf kalkhaltigen, schattig-feuchten Schutthängen meist unterhalb von Felswänden entdecken. Der nach diesem Farn benannte Hirschzungen-Ahornwald  kommt im Kanton Glarus zwar an mehreren Orten, jedoch immer nur sehr kleinflächig vor. Wenn Sie die Unterseite eines Hirschzungenfarnwedels genauer betrachten, können Sie die symmetrisch in Streifen angeordneten Sporenbehälter sehen, die der Fortpflanzung dienen. Jeweils zwischen Juni und August reifen die Sporen heran, welche dann durch den Wind verstreut werden.

 

Text: Barbara Zweifel-Schielly, Naturzentrum Glarnerland

 
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