Naturlexikon

Falken

Forstliche Hilfe für Falken und Eulen

Der Turmfalke fühlt sich heimisch im Glarnerland

 

Forstliche Hilfe für Falken und Eulen

Ein Falkenkasten im Saggberg lädt zum Brüten ein (Foto: C. Lüscher).
Ein Falkenkasten im Saggberg lädt zum Brüten ein (Foto: C. Lüscher).

Im Internationalen Jahr der Biodiversität 2010 förderte die Glarner Forstverwaltung die Lebensraum- und Artenvielfalt in unseren Wäldern nicht nur mit waldbaulichen Eingriffen wie Dauerwaldpflege und Waldrandgestaltung, sondern bot auch direkte Hilfe für Falken und Eulen. An vier Stellen im Raum Saggberg in Glarus wurden im März 2010 Falken- und Eulenkästen montiert. Einer der Eulenkasten wurde gar mit einem Kamerafenster ausgestattet und erlaubt mit etwas Glück Einblicke in das geheime Leben einer Eulenfamilie.

 

Text: Christian Lüscher, Förster in Glarus, und Barbara Zweifel-Schielly, Naturzentrum Glarnerland, 30.3.2010

 

 

 

Der Turmfalke fühlt sich heimisch im Glarnerland

 

Der Turmfalke kommt im ganzen Glarnerland vor. Vor allem in höheren Lagen - namentlich bei der oberen Waldgrenze - ist er der häufigste Raubvogel. Leider leidet aber auch diese Art wegen der Klimaveränderung. In den letzten Jahren ereigneten sich jeweils Ende Juli anfangs August viele Schlagwetter. Das ist genau die Zeit, wo die flüggen Jungfalken ihre Eltern verlassen haben, aber noch nicht genug Erfahrung bei der Jagd auf Mäuse und Käfer haben. Nach einigen Tagen mit schweren Niederschlägen müssen oft ausgehungerte und durchnässte Jungtiere eingefangen werden. Leider wird aber nur ein verschwindend kleiner Teil dieser Jungvögel aufgefunden und gepflegt. Falken gewöhnen sich schnell an Menschen und fressen bereits nach zwei bis drei Tagen aus der Hand. Carlo und Elsbeth Wetli aus Mollis haben grosse Erfahrung in der Pflege von verletzten oder eben ausgehungerten Greifvögeln. Im Sommer 2004 mussten Sie gleich fünf juvenile Turmfalken aufpäppeln. Alle fünf konnten nach der Pflege durch die beiden Profis wieder ausgewildert werden. Die meisten Jungtiere gingen sonst in solchen Situationen zu Grunde. Im Jahr 2007 musste Jakob Marti vom Glarner Natur- und Vogelschutzverein einen signifikanten Rückgang bei den Turmfalken beobachten.


Ein Porträt des Turmfalken mit detaillierten Informationen finden Sie auf der Homepage der Vogelwarte Sempach.

 

Text: Roland Meier, Glarner Natur- und Vogelschutzverein

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