Naturlexikon

Eule

 Futtermangel bei Eulen im Winter 2005

Auch im Glarnerland machte das Wetter im Winter 2005 vielen Eulen zu schaffen. Zum Verhängnis wurde ihnen die kompakte Schneedecke und die über eine sehr lange Phase tiefen Temperaturen in der Nacht (bis minus 10°C). Ihre Beutetiere, die Mäuse, hielten sich während dieser Zeit fast ausschliesslich unter der isolierenden Schneedecke auf. Hier profitierten sie von milderen Umgebungstemperaturen und auch genug Futter wie Wurzeln, Nüsse etc. war vorhanden. Für die Eulen, speziell Waldkauz, Uhu, Waldohreulen und Rauhfusskauz, blieben sie so für lange Zeit unerreichbar. Es wundert daher nicht, dass der Glarner Natur- und Vogelschutzverein (GNV)  mehrmals ausrücken musste, um tote oder halbverhungerte Waldkäuze einzusammeln. Etwas besser als anderen Eulenarten erging es wohl dem Sperlingskauz: Dieser hat sich hauptsächlich auf Vögel, mitunter bis Amselgrösse, als Beutetiere spezialisiert. Seine Nahrungstiere findet er auch in harte Wintern.

 

Text: Roland Meier,  Glarner Natur- und Vogelschutzverein

 

Förderung von Eulen und Falken im Glarner Wald

Im Internationalen Jahr der Biodiversität 2010 förderte die Glarner Forstverwaltung die Lebensraum- und Artenvielfalt in unseren Wäldern nicht nur mit waldbaulichen Eingriffen wie Dauerwaldpflege und Waldrandgestaltung, sondern bot auch direkte Hilfe für Falken und Eulen. An vier Stellen im Raum Saggberg in Glarus wurden im März 2010 Falken- und Eulenkästen montiert. Einer der Eulenkasten wurde gar mit einem Kamerafenster ausgestattet und erlaubt mit etwas Glück Einblicke in das geheime Leben einer Eulenfamilie.


Text: Christian Lüscher, Förster in Glarus, und Barbara Zweifel-Schielly, Naturzentrum Glarnerland, 30.3.2010

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