Naturlexikon

Eichhörnchen im Kanton Glarus

Eichhörnchen (Foto: D. Haugk / Pixelio)
Eichhörnchen (Foto: D. Haugk / Pixelio)

Erkennungsmerkmale

  

Das Eichhörnchen gehört zu den Nagetieren. Es hat einen runden Kopf, spitze Ohren und einen buschigen Schwanz. Der Körper misst nur etwa 25 cm, fast so lang ist der Schwanz. Männchen und Weibchen sehen gleich aus. Die Fellfärbung kann verschieden sein. Von hellrot über braun bis fast schwarz kommen fast alle Farbübergänge vor. Es gibt Hin­weise, dass in höheren Lagen dunkle Tiere häufiger sind. Brust und Bauch sind aber bei allen Eich­hörnchen rein weiss. Im Frühling und Herbst findet ein Fellwechsel statt. Zum Winterfell gehören lange Haar­büschel auf den Ohrspitzen, die „Ohrpinsel“.

Lebensraum und Verbreitung

 

Am liebsten leben Eichhörnchen in Nadelwäldern und dort bis auf 2000 m.ü.M. Im Nadelwald finden sie die von ihnen bevorzugten Nadelbaumsamen. Da Eichhörnchen aber ein sehr breites Nahrungspektrum haben, kommen sie auch ohne weiteres in Laubwäldern und als Kulturfolger in Parkanlagen und Obstgärten vor.

Im Glarnerland sind Eichhörnchen im ganzen Kanton verbreitet. Sobald Wald oder Bäume in der Nähe sind, kann man sie antreffen.  Es dominieren dunkelbraun bis schwarz gefärbte Tiere.

Eichhörnchen leben bevorzugt im Nadelwald (Foto: Abt. Wald Kanton Glarus)
Eichhörnchen leben bevorzugt im Nadelwald (Foto: Abt. Wald Kanton Glarus)

Besonderheiten

 

Gefährdung:

Die grösste Bedrohung für das Eichhörnchen geht von einem nahen Verwandten aus. Das nordamerikanische Grauhörnchen wurde im 19. Jahrhundert nach England, später auch nach Italien eingeführt. Seither verdrängt die robuste Hörnchenart die einheimischen Tiere und breitet sich stetig aus. In der Schweiz wurden bisher noch keine Grauhörnchen nachgewiesen, dies ist aber wohl nur noch eine Frage der Zeit.

Weitere Informationen

 

- Resultate Beobachtungsaufruf Eichhörnchen 2011

- Infoblatt "Eichhörnchen" vom Naturzentrum Glarnerland

Malvorlage Eichhörnchen 

 

 

Haben Sie Eichhörnchen beobachtet oder fotografiert? Dann melden Sie Ihren Fund bitte an das Naturzentrum Glarnerland (Kontakt). Vielen Dank!

 

Bei Fragen steht Ihnen das Naturzentrum Glarnerland (Kontakt) gerne zur Verfügung.

 

Text und Fotos: Barbara Zweifel-Schielly, Naturzentrum Glarnerland, 2011

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