Naturlexikon

Linthausweitung im Chli Gäsitschachen

Frisch "gebaggerte" Linthaufweitung im Chli Gäsitschachen im März 2010 (Foto: F. Marti)
Frisch "gebaggerte" Linthaufweitung im Chli Gäsitschachen im März 2010 (Foto: F. Marti)

Um die Bevölkerung vor Hochwassern zu schützen, wurde die Linth vor 200 Jahren durch einen historischen Bau unter der Leitung von Hans Konrad Escher zwischen Mollis und dem Zürichsee in ein Korsett gezwängt und gebändigt: der Linth-Escherkanal entstand. Nun entspricht dieser den  heutigen Ansprüchen nach Hochwassersicherheit und Ökologie nicht mehr. Im Projekt "Linth 2000"  werden dementsprechend zwischen 2008-13 nicht nur die Dämme saniert und teils neu gebaut, sondern der Linth-Lebensraum auch stellenweise wieder ökologisch aufgewertet.

 


Eine dieser Lebensraumaufwertungen nimmt nun seit dem
24. Februar 2010 im Chli Gäsitschachen bei Mollis ihren
"natürlichen Gang".  Durch Dammverlegung auf der rechten
Seite wurde das Linthbett verbreitert und aufgeweitet. Der Fluss erhält
dadurch etwas von seinem ursprünglichen, natürlichen Charakter zurück
und kann sich seinen Weg in diesem Bereich selbst suchen. Dies formt
wertvolle Lebensräume und eine grosse Strukturvielfalt für Tiere und
Pflanzen: langsam und schnell fliessende Bereiche mit Kies- und
Sandinseln und Auenwald entlang des Flusses. Nicht nur für Bachforelle,
Eisvogel, Weiden und Co., sondern auch für naturerholungssuchende
Spaziergänger wird der Chli Gäsitschachen so zu einer Bereicherung!

Weitere Informationen zu Projekt und Linthführungen unter

www.linthwerk.ch.


Text: Barbara Zweifel-Schielly, Naturzentrum Glarnerland, 16.3.2010

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