Naturlexikon

Bärlauch

Bärlauch ist eine Waldpflanze. Er gedeiht aber auch problemlos in Gärten und Parks.

Foto: Naturzentrum Glarnerland.

 

Bärlauch ist ein Frühblüher. Seine Blätter treiben aus einer im Boden überdauernden Zwiebel aus. Mit seinem frischen Grün und seinen dichten Horsten sorgt er rasch und flächendeckend für Frühlingsstimmung im noch kahlen Laubwald. Im Glarnerland trifft man ihn von Bilten und Mühlehorn bis Linthal und Elm an.

 

Seine aromatisch nach Knoblauch duftenden Blätter sind essbar und werden gerne gesammelt. Dabei ist grosse Vorsicht geboten, denn sie sehen den sehr giftigen Blättern von Maiglöcklein, Herbstzeitlose und Aronstab ähnlich, mit denen es immer wieder zu Verwechslungen kommt! Diese drei Arten sind alle ebenfalls im Glarnerland heimisch.

 

Sobald die doldenartigen Blütenstände mit den weissen Blüten-Sternchen im April erscheinen, ist die Bärlauch-Ernte vorbei. Im Mai werden die reifen Samen vom Wind verbreitet. Zusätzlich breitet sich Bärlauch aber auch über seine unterirdischen Zwiebeln aus. Wo es der Pflanze gefällt, nehmen ihre Bestände daher rasch grosse Flächen ein.

 

Sobald sich das Blätterdach der Laubbäume im Mai schliesst, zieht der Bärlauch all seine Energie in die Zwiebel zurück und die oberirdischen Pflanzenteile sterben ab. Erst im nächsten Frühling zeigt er sich wieder und läutet erneut den Frühling ein.

 

Text: Monica Marti, Naturzentrum Glarnerland / 02.05.2020

 

Bärlauch-Blütenstand mit weissen Blüten und grünen, noch unreifen Früchten. Foto: Naturzentrum Glarnerland

Infostelle
Beobachtungen melden
Veranstaltungen
Gönner werden

Hauptsponsoren

 

 

Sponsor: Glarner Kantonalbank

 

 

 

 

Else v. Sick Stiftung

 

 

 

 

 

 

 

 

Umweltgruppe

Ennenda