Naturlexikon

Ameisenlöwe

Ameisenlöwen verwandeln sandig, trockene Stellen entlang von Hausmauern in eine Krater-Landschaft. Ihr Trichter sind nur wenige Zentimeter grosse. Foto: M. Marti

 

Ameisenlöwen gehören zu den Insekten. Sie sind Larven (Jungtiere) der libellenähnlichen Ameisenjunger, einer Netzflügler-Art. Ihre Entwicklung vom Ei zur Ameisenjungfer dauert rund zwei Jahre. In dieser Zeit häuten sich Ameisenlöwen während ihrem Wachstum mehrmals. Ein «ausgewachsender» Ameisenlöwe misst rund 17 Millimeter, ist also immer noch sehr klein.

 

Ameisenlöwen sind perfekt an das Leben an Trockenstandorten angepasst. In sandigen Böden bauen sie ihre Fang- und Wohntrichter. Am Grund des Trichters im Sand vergraben lauern sie, bis eine Ameise oder ein anderes Kleintier in den Trichter fällt. Sofort packen sie ihre Beute mit ihren grossen Kieferzangen und saugen sie aus. Um an diesen staubtrockenen Lebensräumen nicht unnötig Wasser zu verlieren, scheiden Ameisenlöwen keine keinerlei Nahrungsreste aus!

 

Ameisenlöwen dürften im Glarnerland an vielen Orten vorkommen. Ihre Verbreitung wurde bisher aber noch nicht untersucht. Meldungen von Standorten, an denen ihre unverwechselbaren Trichter entdeckt wurden, nimmt das Naturzentrum gerne entgegen.

 

Text: Monica Marti, Naturzentrum Glarnerland / 20.05.2020

 

Ameisenlöwen sind auf dem sandigen Boden gut getarnt, verlassen ihre Trichter aber trotzdem kaum. Foto: M. Marti

Infostelle
Beobachtungen melden
Veranstaltungen
Gönner werden

Hauptsponsoren

 

 

Sponsor: Glarner Kantonalbank

 

 

 

 

Else v. Sick Stiftung

 

 

 

 

 

 

 

 

Umweltgruppe

Ennenda