Wilde Nachbarn gesucht

 

Das Naturzentrum Glarnerland ruft auf, in Glarner Dörfern beobachtete Wildtiere zu melden. Auch von eher häufigen Arten ist das Vorkommen bisher nämlich wenig dokumentiert. Meldungen aus der Bevölkerung helfen, diese Wissenslücken im Glarnerland zu schliessen.

 

Vom Schwalbenschwanz im Gemüsebeet bis zum Bergmolch im Schulhaus-weiher: Dörfer bieten vielen Wildtieren Lebensraum. Doch das Leben zwischen Strassen und Häusern hat auch Tücken. Hauskatzen vertreiben Zauneidechsen und wo einheimisches Grün und damit Insekten fehlen, finden Igel und Haus-spitzmaus wenig Nahrung. Siedlungen wandeln sich zudem durch Bautätigkeit ständig: Lebensräume entstehen, verschwinden und verändern sich in kurzer Zeit. Das wirkt sich auch auf hier lebende Tiere und Pflanzen aus. Darum will das Naturzentrum, passend zur schweizweiten Aktion Mission B für mehr Biodiversität, die Wildtier-Vorkommen in den Glarner Dörfern dokumentieren. Es bittet um Meldung unter info@naturzentrumglarnerland.ch, T: 055 622 21 82 oder in seiner Infostelle im Bahnhof Glarus. Dort ist die Siedlungsnatur Thema der aktuellen Ausstellung.

 

Dörfer sind Lebensräume

Wildtiere und –pflanzen unterscheiden nicht zwischen natürlichen und vom Mensch geschaffenen Lebensräumen. Werden ihre Bedürfnisse erfüllt, nisten felsenbrütende Mauersegler an Hochhäusern und verstecken sich wärmesuchende Blindschleichen in Komposthaufen. Das Zusammenleben mit unseren wilden Nachbarn funktioniert meist reibungslos. Es ist so alltäglich, dass man sie erst vermisst, wenn sie fehlen. Denn nicht nur Tiere und Pflanzen profitieren von unseren Siedlungen. Naturnahe Dörfer bedeuten auch Lebensqualität für den Mensch und fördern sein Wohlbefinden. Darum lenkt das Naturzentrum dieses Jahr den Blick auf die im Alltag wenig beachtete aber nicht minder wertvolle Natur vor der Haustüre. Der Aufruf hat aber auch einen wissenschaftlichen Zweck: im Auftrag der Abteilung Umweltschutz und Energie sammelt das Naturzentrum Hinweise auf Tier- und Pflanzen-Vorkommen im Kanton Glarus und leitet die Daten an nationalen Datenzentren weiter. Die Meldungen aus der Bevölkerung tragen deshalb direkt dazu bei, dass das Glarnerland auf den schweizerischen Verbreitungskarten einheimischer Tier- und Pflanzenarten in Zukunft kein „weisser Fleck“ mehr ist.

 

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